Betrachten wir dieses Bild aus der Kyeserschen Handschrift:
Wein-Angriff, 1405.
Im Hintergrund ein Faß auf einem Handwagen. Zwei gerüstete Krieger daneben mit fröhlichen Mienen beim Wein.
Im Vordergrund links eine Quelle, in die sich ein Krieger eine Feldflasche mit Wein zur Kühlung gestellt hat. Im hohen Gras versucht der — in der Perspektive damals selbstverständlich noch unerfahrene — Zeichner drei weinselige Krieger in schlafender Stellung unterzubringen. Doch jeder von ihnen wird von einem nur schwach gerüsteten Bauern unsanft geweckt und mit dem Knüttel erschlagen.
Kyeser gibt zu dieser sonderbaren Darstellung die Erklärung, daß man Wurzeln gewisser Bäume einkochen und dem Wein beimischen soll: „So kannst du mit einem Faß, daß man noch auf einem Lastwagen zu führen imstande ist, eine große Legion vernichten. Es ist dies ein großes Geheimnis der Weisen, des Wirkung du sehen wirst, wie es dir beliebt. Ist kein Essig vorhanden, dann gibt es kein anderes Gegengift; denn dieses Betäubungsmittel lähmt in kurzer Zeit. Bringst du einem einen besonderen Samen durch dieses Getränk bei, so fassen sich die Trinker an den Kopf und bekommen lahme Füße. Dies oben Geschriebene merke dir.“
33.
Ein Festungs-Aufzug mit Kraftbetrieb.
Als auch selbst die kleinen Städte im Mittelalter ihre eigene Herrschaft führten, waren Überfälle aus der Nachbarschaft täglich zu erwarten. Die Ingenieure trachteten deshalb danach, die wehrhaften Bürger möglichst schnell auf die Verteidigungstürme der Festung hinauf zu bringen. Das beste Mittel hierzu blieb der Aufzug.