Warum redet man eigentlich den Jägern nach, daß sie so viel Phantasie hätten? Ist doch noch keiner von ihnen, obwohl er das Pulver täglich gebraucht, darauf gekommen, es schon bei Moses in der Bibel zu suchen.


6.
Das Sprachrohr im Altertum.

Die Engländer schreiben sich die Erfindung des Sprachrohres, durch das man sich noch heute auf See verständigt, unrechtmäßig zu.

Sprachrohr um 875 v. Chr.

In den Trümmern von Ninive, der Hauptstadt des assyrischen Reiches, fand man unter den vielen Darstellungen aus dem 9. Jahrhundert vor Christus, die dort in Stein gehauen sind, auch die hier abgebildete. Es ist eine Militärperson dargestellt, die von einem erhöhten Platz aus durch ein Sprachrohr Befehle erteilt. Aber auch die Araber kannten das Sprachrohr bereits um das Jahr 1550. Erst im Jahre 1671 wurde das Sprachrohr in einer in London erschienenen Schrift unter der Bezeichnung „Sprech-Trompete“ für Marinezwecke bekannt gemacht.


7.
Der Schwimmgurt der assyrischen Krieger.

Den Schwimmgurt wollen die Franzosen erfunden haben. Sie vergessen bei diesem Anspruch, daß wir die Schwimmgurte schon mehr als 2000 Jahre vorher bei assyrischen Kriegern kennen. Es werden nämlich auf einem der großen Alabasterreliefs am Königspalast zu Nimrud, nahe der Hauptstadt Ninive, Krieger dargestellt, die, nur mit dem Helm bekleidet, auf aufgeblasenen Tierbälgen mit der Flotte durch ein Gewässer schwimmen. Ein Lederschlauch führt von diesem Schwimmkissen in den Mund des Kriegers, sodaß sich die Luftfüllung regulieren läßt. Auf diese Weise konnte der Krieger mehr oder weniger untertauchen, um sich Nachforschungen oder den Geschossen des Feindes zu entziehen.