Der Italiener Porta hatte 1589 in seinem weit verbreiteten Buch über natürliche Magie Anregungen zur optischen Telegraphie gegeben. Der aus Wetzlar stammende Maler Franz Keßler unternahm daraufhin Versuche und legte deren Ergebnis in einer heute außerordentlich seltenen Schrift „Secreta, Oder Verborgene geheime Künste“ nieder, die 1616 in Oppenheim erschien. Wir sehen aus dem Bilde, daß eine telegraphische Verbindung zwischen Napfort und Eckhausen geplant ist, um „durch die freie Luft hindurch, über Wasser und Land von sichtbaren zu sichtbaren Orten, alle Heimlichkeiten zu offenbaren und in kurzer Zeit zu erkennen“. Auf beiden Stationen befinden sich brennende Feuertonnen. Sobald der Beamte Hans auf der Station Napfort an einem Strick zieht, wird sein Feuer dem Beamten Peter in Eckhausen sichtbar. Aus der Anzahl der auf diese Weise zustande gekommenen Signalblitze läßt sich das telegraphierte Wort von einer neben der Feuertonne liegenden Tafel ablesen.


86.
Eine Schwimmausrüstung.

Schwimmausrüstung eines Jägers,
Kupferstich von 1616.

Keßler zeigt in seinem Buch auch, wie sich ein Jäger durch aufgeblasene Schwimmhosen über Wasser erhalten und durch Klappruder an den Füßen im Wasser fortbewegen soll. Bleischuhe verhindern das Umschlagen im Wasser.


87.
Gefährliche Beute.