Für die kinematographische Aufnahme fliegender Geschosse konstruierte Geheimrat Cranz einen Apparat, der über 5000 Belichtungen in der Sekunde, ja in der neuesten Form bis zu 100000 Aufnahmen in der Sekunde liefert. Er konnte damit die Vorgänge beim Abschießen einer Kugel aus einer Selbstladepistole untersuchen und ferner die Wirkung von Schüssen auf Knochen, Metallplatten, wassergefüllte Gummiblasen und Kugeln aus feuchtem Ton in einer Reihe von Bildern festlegen.

Selbst die Bewegungen der innern Organe des Menschen hat man kinematographisch festzuhalten gewußt, indem man die Belichtung mit Röntgenstrahlen anwandte und besondere Apparate herstellte, welche zwei oder drei Dutzend Platten großen Formats in rascher Folge zur Exposition brachten. Namentlich die Reihenaufnahmen des Magens haben dem Mediziner interessante Aufschlüsse über die Arbeitsweise dieses Organs gegeben.

Die Kinematographie in natürlichen Farben hat eine provisorische Lösung im Kinemakolorverfahren gefunden, welches mit zwei Farben, Rot und Grün, arbeitet und verhältnismäßig hübsche Resultate gibt, wenngleich hier infolge Fehlens der dritten Farbe (Blau) ein vollkommenes Resultat nicht erzielt werden kann. Man ist zu der Hoffnung berechtigt, daß ein wirkliches kinematographisches Dreifarbenverfahren in nicht zu ferner Zeit Eingang in die Praxis findet.

Auch die Technik bemächtigt sich der kinematographischen Bilddarstellung, die ein ausgezeichnetes Hilfsmittel bietet, Fabrikationsvorgänge zu veranschaulichen, sowohl in Lehranstalten und Hochschulen sowie bei Vorträgen als auch zum Zwecke der Reklame. Allerdings bietet die Ausführung solcher Aufnahmen vielfach große Schwierigkeiten, namentlich in bezug auf die Beleuchtung, und sie erfordert eine umfangreiche Arbeit.


[Sachregister]

Kurzverweise zu Indexbuchstaben
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[[K]] [[L]] [[M]] [[N]] [[O]] [[P]]
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[A]
Azetylenlicht, [15], [31]
Anschaffungskosten, [36]
Aufnahmekamera, [49], [67]
Aufstellung des Apparats, [40]
Automatischer Feuerschutz, [57]
[B]
Beagidpatronen, [32]
Betriebskosten, [38]
Bildgröße, [7], [8]
Bildhalter, [34]
Blendscheibe, [51]
Bogenlampe, [17], [19]
— Handhabung, [24]
Bogenlicht, [16], [22]
Brennweite, [9], [10]
[D]
Druckreduzierventil, [26]
Dunkler Raum, [41]
Durchprojektion, [41]
[E]
Einstellung der Lichtquelle, [42]
Elektrisches Licht, [15], [16], [26]
Episkopische Projektion, [43]
[F]
Fehler, [65]
Feuerschutz, [57]
Feuersichere Trommeln, [57]
Film, [48]
— Behandlung, [63]
Filmklemme, [64]
Flimmern, [51]
Fokuslampe, [26]
[G]
Gasator, [27], [30]
Gasglühlicht, [15], [37]
Gitterscheibe, [57]
Glasbilder, [39]
Greifer, [54]
[I]
Inhaltsmesser, [26], [29]
[K]
Kabel, [16]
Kalklicht, [15], [26]
Kalkstifte, [27]
Kalziumkarbid, [31]
Kinemakolor, [71]
Kinematograph, [48]
— Handhabung, [61]
Kinematographie in Naturfarben, [71]
Klappkasten, [40]
Klebmittel, [63]
Klemmzug, [54]
Kohlenstifte, [20]
Kondensor, [7]
Kühlgefäß, [14]
[L]
Laterna magica, [5]
Leitungsschnur, [21]
Leselampe, [36]
Lichtbilderapparat, [5], [13], [23]
Lichtquelle, [11], [15]
[M]
Malteserkreuz, [53]
Mikroskopische Projektion, [45]
Motorantrieb, [59]
[N]
Naturfarben-Kinematographie, [71]
Nernstlampe, [15], [26]
Nockenapparat, [54]
Nutenkasten, [40]
[O]
Objektiv, [8], [58]
Optische Bank, [14]
[P]
Pastillen, [28]
Petroleumlicht, [15], [34]

Perforation, [48]
Projektionswand, [34]
[S]
Sauerstoff, [26]
Schalttafel, [23]
Scheinwerfer, [46]
Schirm, [34]
Schläger, [53]
Sicherung, [21]
Signal, [36]
Spiritusglühlicht, [15], [33]
Stahlflasche, [26], [27]
Starkdruckbrenner, [27]
Stativ, [36], [59]
[T]
Transformator, [18]
Transportmechanismus, [52]
Trickfilme, [68]
[U]
Umformer, [18]
Umrollvorrichtung, [61]
[V]
Vergrößerungsapparat, [46]
Verkleben der Filme, [63]
[W]
Wand, [34]
Wasserstoff, [27]
Widerstand, [17]
Wissenschaftliche Kinematographie, [70]
Wissenschaftliche Projektion, [45]
[Z]
Zentrierung, [42]
Ziehen des Bildes, [65]
Zubehör, [34]