»Gezwungen?« rief der Fürst voll Erstaunen. »Und von wem gezwungen?«

»Von den Verhältnissen und von dem Volke. Gerade die Hexen und Zauberer, deren Akten ich Euerer Durchlaucht unterbreite, sind von einer so ausgeprägten Bosheit, daß jede Stunde Verzug neue Gefahr bringt.«

»Aber Spee sagt, alle jene, die in Euerem Kerker liegen, seien keine Hexen.«

»Durchlaucht, der Jesuit führt mit seiner irrigen Meinung eine solche Verwirrung und Aufregung der Gemüter herbei, daß ihm entweder Stillschweigen geboten werden muß, oder ich sehe mich gezwungen, mein Amt zu dero Füßen niederzulegen.«

»Spee wird nicht schweigen; seine Seele glüht für das, was er als Recht und Wahrheit erkannt hat.«

»Dann muß er aus der Stadt!«

»Oberschultheiß, ich sage, was geschehen muß, und sonst niemand! Wohl verstanden!«

»Zu Befehl, Durchlaucht! Nur bitte ich, mich gnädigst aller Verantwortung zu entheben, wenn das Volk in seiner Aufregung die Grenzen des Erlaubten überschreitet.«

»Was meint man damit?«

»Aufruhr, Durchlaucht.«