Der Fürst sah nachdenklich vor sich nieder.

»Ist das Wahrheit, was Er mir sagt?«

»Volle Wahrheit!«

»Die Akten!« befahl der Fürstbischof, trat an einen Tisch und durchlas die Berichte. Sie waren ganz im Geiste des Hexenwahns abgefaßt, jeder tolle Verdacht als Wahrheit hingestellt und Beweise von Schuld angeführt, die wahrlich nicht existierten.

»Ich kann mich nicht überzeugen,« sprach Philipp Adolf.

»Ich bürge für die Wahrheit,« entgegnete der Oberschultheiß.

»Mit Euerem Gewissen?«

»Mit meiner Seligkeit!«

Der Fürstbischof schritt zum Tische; mit zitternder Hand schrieb er seinen Namen unter das Todesurteil der alten Bernin, der armen Kinder, der beiden Priester, des Studenten, der Gauner von Heidingsfeld und unter das von — Elsa und Edeltraut.

Triumphierend verließ der Oberschultheiß den Fürsten, dieser aber brach auf einem Stuhle zusammen und weinte bitterlich.