Der Oberschultheiß trat glühend vor Zorn auf den Pater zu.
»Ein Wort noch wenn Ihr von Unschuld redet, lasse ich Euch gefänglich abführen!«
»Sie sind unschuldig,« sprach mit ruhiger, fester Stimme Spee und trat von den Gefangenen zurück.
Die Opfer bestiegen die einzelnen Scheiterhaufen.
»Laßt mich mit Elsa sterben!« flehte Edeltraut den Henker an.
Dieser nickte Gewährung, half den beiden Mädchen auf einen gemeinsamen Holzstoß und band sie darauf an den Armen und Füßen um den Pfahl fest.
Und nun ward Feuer an die einzelnen Scheiterhaufen gelegt. Das Reisig, das zwischen den großen Holzstücken lag, loderte knisternd auf, und bald züngelte die Flamme um die Füße der armen Opfer. Die Rauchwolken ringelten sich erst in Wirbeln auf, dann wuchsen sie zur mächtigen Säule, deren schwarze, qualmende Wolken von den roten Flammen schauerlich durchzogen waren.
Ein leiser Aufschrei und ein Seufzer, namenlos wehklagend, drang zitternd durch die Luft.
»Elsa — Edeltraut!« riefen zwei Väter schmerzlich aus — und wankten zu dem Scheiterhaufen.