Weh uns, verheert von Lockung und Genuß, allzubereit die edle Stätte des ewigen Erkenntnisschmerzes zu verlassen!!

O mein Richter! Meine Feinde haben mich enträtselt, durchschaut und geschlagen.

Sie verwarfen mich, und ich mußte mich mit ihnen verbünden.

Sie schalten mich: Scheinmensch, charakterlos, eitel, träge, gleichgültig, zu klein zur Sünde, zu gering zur Wohltat, schwach im Frevel und wertlos in der Reue,

Und ich hörte sie, und fuhr gegen mich, und gab ihnen Recht — mein Richter — und muß mich hassen!

Ich bekenne — und wenn auch dies Eitelkeit ist, weh, vermag ich nichts dagegen, bekenne dennoch:

Ich war an diesem einzigen Tage so klein und niedrig, mittelmäßig und schwach, wie nicht einer! an meinem Tisch —

Höflich war ich aus Angst, lobsprecherisch aus Feigheit, aus Trägheit zweizüngig und ohne Halt, Liebe vergalt ich mit böser Hoffnung, Sorge mit sorglosem Schwachsinn.

Es ist nicht die Lust der Zerknirschung, wenn ich mich dem weidenden Vieh vergleiche.

Wie köstlich ist der kommende Tag, mein Richter, wie träumt man sich wandeln im Gebirg, wie hoffend auf Größe.