Aber der abgestorbene Tag ist schrecklich, man sieht sich ungern nach ihm um, wie nach einem Kübel voll Kehricht.
Wird es immer so sein? Mein Tag immer so sein, bis zum letzten Tage?
Und wird sich im schmutzigen Kranken noch die alte Sturmglocke der Schuld empören?!
Mein Richter, ich weiß nichts vom kommenden Tag, von jenem Tag, nicht ob Du wirst zu Gerichte sitzen, mein Richter.
Aber Deinen Gerichtstag fürchte ich nicht, Deine Erhabenheit nicht, Dich nicht, mein Richter, mich fürchte ich, ich fürchte mich, Mich.
Meine lahme Seele fürchte ich, mein stummes Herz, den unverzweifelten Blick, den Leichtsinn, das So und So, das leere Achselzucken!
Ich weiß nicht, ob Du bist, mein Richter, aber ich wünsche, daß Du bist, mein Richter, und will Deine gute Rute besprechen.
Ich sitze in diesem kalten Zimmer vor meiner Lampe. Horchst Du an meinem Fenster? Ich kann die Sterne sehn.
Ich wende meinen Kopf scheu zum Fenster, und rufe Dir diesen Gesang zu, und mache diesen Gesang den Schlafenden kund.
Meine Lampe erfriert. In das Grab des schrecklichsten Todes sehe ich, ich sehe den geistigen Tod, ich fühle das fieberlose Übel, Trägheit des Herzens!