„Leutnant Duschek,“ — die gleiche merkwürdig unsitzende Stimme — „beantworten Sie mir folgende Fragen:
Haben Sie mit sub-ver-siven Individuen verkehrt?“
„Diese subversiven Individuen sind heilige Menschen. Ich habe mit ihnen verkehrt.“
Der General schluckte mehrmals. Jetzt zitterte auch seine andere Hand. Er wandte sich um. Die beiden goldenen Krägen kamen auf Zehenspitzen näher. Endlich hatte er sich von meiner Antwort erholt. Wieder diese Stimme, so ganz und gar ungewohnt!
„Sie leugnen nicht. Gut! Weiter! Haben Sie in betrunkenem — Zustand — den Befehlen eines Höheren, des Herrn Majors Krkonosch Widerstand geleistet? Antworten Sie!“
„Ich habe vollkommen nüchternen Bewußtseins vor einem bübischen Überfall Menschen geschützt, die dieses Schutzes wert waren. Den Anführer dieses Überfalls, mag es Herr Krkonosch oder ein anderer gewesen sein, kannte ich nicht!“
Der General schlug mit dem Fuß einen unheimlichen Takt und beschaute sehr lange seine Fingerspitzen. Als er wieder aufsah, war sein Gesicht in das eines Schwerkranken verwandelt.
„Gut! Auch das leugnen Sie nicht. Nun, die letzte Frage: Gestehen Sie, an einem Höheren, eben dem Herrn Major Krkonosch sich tätlich vergriffen zu haben?“
„Ja! Ich habe diese Handlung in einem Augenblick der äußersten Erbitterung begangen, denn durch den Überfall dieses Mannes kam es zu einer Schießerei, bei der — vielleicht, — Blut geflossen ist!“