Auch der paßte nicht.
Plötzlich sah ich an der Wand des Ladens ein Reklameplakat: Ein alter, lachender Herr hält zwischen zwei koketten Fingern einen großen Knopf, auf den er einladend mit der Hand deutet. Sein Hals steckt in einem riesigen Kragen, der ihm bis über die Ohren reicht und vorne weit ausgeschnitten ist.
Ich zeigte auf das Plakat:
„Sehen Sie, so einen Kragen möchte ich haben!“
Das Fräulein lachte:
„Solche Kragen haben die Herren vor hundert Jahren getragen. Das sind doch sogenannte Vatermörder!“
Von diesem Augenblick an kam eine gewisse dumpfe Besonnenheit über mich, als wüßte ich, was zu tun wäre.
Ehe ich mit irgend einem Kragen, den ich gekauft hatte, den Laden verließ, verlangte ich noch einen Trauerflor und ließ mir den gleich um den Arm heften.
Warum ich das tat? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, daß mir unendlich wehe und heimatlos ums Herz war.
Ich kehrte ins Hotel zurück und vollendete meinen Anzug. Dann erkundigte ich mich nach Herrn Seebär.