Der Beruf, zu dem mein Vater mich von frühauf zwang, war der Beruf des Tötens! Fechten, Schießen, Taktik, Artillerieunterricht, — all das, was ich in vielen bitteren Stunden, ohne meinen Widerstand überwinden zu können, lernen mußte, all das war die Wissenschaft vom Mord.

Und August Kalender? In welchem Beruf hielt ihn sein Vater fest? Von erster Jugend an sah er tagaus, tagein nichts anderes als jene Bälle, hart wie Steine, die roh, wuchtig, von häßlichen Ausrufen begleitet, menschliche Köpfe bombardierten.

Die Schule, Verehrtester, in die uns beide unsere Väter schickten, war eine Akademie des Menschenmords!

Wer also ist der Schuldige?

Es gibt ein altes albanisches Sprichwort:

Nicht der Mörder, der Ermordete ist der Schuldige!

Ah! Ich will mich nicht freisprechen. Ich, der Mörder, und Er, der Ermordete, wir beide sind schuldig! Aber Er, — Er um ein wenig mehr.

Sollte es aber noch „Mitschuldige“ oder besser gesagt „Hauptschuldige“ geben, Schicksalsbazillenträger guter und böser Art, die uns anstecken, „Geister im Wind, die uns an den Mantelenden vorwärts zupfen?“

Sehen Sie! Am dreißigsten Mai vorigen Jahres, eben demselben Tag, an dem ich zum zweitenmal die Hand wider meinen Vater erhob, war mir ursprünglich keine geringere Absicht suggeriert worden, als ein Attentat gegen den Zaren von Rußland.

Von wem?