Die Explosion verwundete einen großen fasanenartigen Vogel, der aus den Ästen einer Esche ins Gras fiel und tiefsinnig regungslos mit den offenen Augen der Erkenntnis liegen blieb.

Schweiß der Scham und des Verbrechens brach mir aus allen Poren. Wie habe ich gestern noch mich als Erlöser gefühlt?!

Nun hatte ich ein Fleckchen dieses Sterns mit Blut gefärbt. Von diesem Augenblick an erfaßte mich das Bewußtsein meines Vorhabens mit ganzer Wucht. Ich ertrug weder zu sitzen, noch zu stehen. Meine Glieder zitterten. Mich peinigte ein unlöschbarer Durst. Ich trank ein Glas Wasser nach dem anderen. Ich floh zu den Träumen des Opiums. Als ich ermattet das achteckige Turmgewölbe verlassen wollte, stand ich plötzlich vor Sinaïda. Auf ihrem bleichen Gesicht fand ich neue Schatten. Sie trug einen großen Bernsteinschmuck, der dumpfe Strahlen warf.

Schreck und süßes Herzklopfen nahmen mir den Atem:

„Auch Sie?“

„Auch ich, seitdem mich die Furien verfolgen.“ Sie verschränkte die Finger ineinander, als wollte sie sie zerbrechen.

Ich faßte Mut:

„Warum haben Sie vor zwei Tagen meine Hand genommen und sind dann fortgelaufen, Sinaïda?“

„Ich habe Mitleid mit Ihnen gehabt. Sie sind ein Kind, ein kleines Kind!“ „Wieso denn Mitleid?“

„Sie haben mehr auf sich genommen, als Sie wissen!“