Die Kugel pfiff nur ganz kurz. Wankte Sinaïda? Ich sah sie. Von ihrer Stirne war die schwarze und die weiße Hand verschwunden. Mehr sah ich nicht.
Fort mit dem Säbel! Ich warf mich auf den Major. O, wie das wohltat, diesen Hals zu würgen! Wo war Sinaïda? Konnte sie mich sehen? Merkwürdig!
Dieser dicke Major wurde immer dünner, geringer, der Hals immer wesenloser, wesenloser — was soll das? — der ganze Kerl ist ja ein grobes Taschentuch, das ich hin- und herschwenke...
In diesem Augenblick traf mich der Kolben und ich verlor die Besinnung.
Ich erwachte nach einem tieferquickenden, fast möchte ich sagen, gesunden Schlaf auf der Inquisiten-Abteilung des alten Garnisonsspitals.
Hinter den vergitterten Fenstern unerhörtes Blau eines Sommermorgens! Ganz leicht nur schmerzte mich der Kopf. Die Beule, die ich mit der Hand abtastete, schien gar nicht allzu wesentlich. Nirgends Blut!
Mein erster Gedanke war:
„Der wievielte Mai ist heute?“