Wir waren angekommen und stiegen aus. Ich machte lange, langsame Schritte, als würde eine Kutte mir um die Knie schlagen! Mein Begleiter sah mich von der Seite wie einen Verrückten an.

Das Haus quirlte von Geschäftigkeit.

Angstgepeitscht liefen Unteroffiziere auf und ab, eilten durch die langen Korridore, klopften an mächtige Türen mit nichtig devoten Fingern. Offiziere schimpften wie immer, Posten schritten übernächtig und mit nüchternem Magen in den Höfen auf und nieder.

Mir war’s, als müßte ich sie alle, alle zu mir rufen, denn mein Amt war es ja, Versöhnung zu bringen. Wenn ich dieses Haus verlassen werde, wird keiner mehr haßerfüllt verhaßten Befehlen gehorchen, keiner mehr auf offener Latrine sitzen müssen.

Der Offizier stieß mich an: „So salutieren Sie doch!“

Ich hatte einen vorübergehenden Major nicht gegrüßt.

„Auch das wird aufhören,“ sagte ich.

Der Offizier starrte mich entsetzt an, dann wandte er hoffnungslos den Kopf ab.

Wir mußten sehr lange warten.

Drei Tage hatte ich fast nichts gegessen. Mein Leib war wie ohne Materie, ein Schweben fast, eine Lauterkeit, die mir Freude machte. Mir fiel Beschitzers Ausspruch ein: