Man sagt, daß die Welt altert, daß die Zeit immer älter wird! Und die Väter, Geschöpfe der Welt und Zeit, die noch jünger, ungealterter ist, gelten für älter als die Söhne, die einer schon gealterten Welt und Zeit entstammen.
Das Alter der Person und das Alter des Universums steht also in einem merkwürdigen Widerspruch.
Wie alt bin ich doch mit meinen fünfundzwanzig Jahren! Und gerade deshalb! Meiner höheren Gereiftheit wird er nicht widerstehen können.
Die Katastrophe verwandelt sich in ein Versöhnungsfest, trotz alledem — und dann, dann habe ich meinen Frieden mit der Welt gemacht und will den Tod des Königsmörders sterben, ihr nicht mehr nachhinken, werde alles gestehen, alle Vorbereitungen, die Bombe vorweisen......
Ein Offizier holte mich ab.
„Herr Leutnant, machen Sie sich fertig! Wir müssen zum Korpskommando fahren, auf Befehl Seiner Exzellenz, Ihres Herrn Vaters!“
Trotz der Hoheit, die ich über mir ruhen fühlte, schrak ich wild zusammen.
Das Wort „Befehl“ hätte mich fast vergiftet. Der bittere Geschmack meiner Kindheit war mir im Mund. Fassung! Ich hätte mir gewünscht, gefesselt zu sein! Statt dessen salutierten mir auf Gängen und Stiegen alle Soldaten mit schroff erschrockenen Rucken.
In der rumpelnden Droschke ergriff mich plötzlich Unbehagen. Wie wenig paßte doch diese Uniform zu mir! Und warum hatte ich dunkelbraunes Haar? Glatte, blonde Strähnen gebührten mir, ein Havelock von Kamelhaar, Sandalen, kurz die Kleidung, wie sie die Naturmenschen, die Vegetarianer, die Wüstenpropheten und die ganz Befreiten tragen, die licht erhobenen Auges ruhig das Gerassel und Getümmel der großen Plätze überqueren.