Ich putzte mir die Knöpfe blank, bürstete meine Stiefel und verwendete große Sorgfalt auf meinen Anzug.
Eine große Ruhe hatte sich meiner bemächtigt.
Noch immer war ich fest entschlossen, „die Wahrheit zu sagen“, — jene Wahrheit, unter der ich mir selbst nichts Bestimmtes dachte.
Aber ich war voll Hoffnung. Heute mußte mich der Vater verstehen, dessen war ich sicher; ich fühlte mein Wesen von einer seltsamen Würde verklärt, gegen die auch er ohnmächtig sein würde.
Wie jung und unmündig war doch diese alte Existenz, diese recht steifbeinige Exzellenz, mein Vater?
Immer nur in Kanzleien sitzen, an der Tête reiten, Front abschreiten, Defilierung rechts, nachlässig den gebogenen Zeigefinger an die Kappe heben, Untergebene abkanzeln, Vorgesetzten stramm den Vortritt lassen, Sporenklappern, Hackenklappen, Zigaretten rauchen, — ist das Leben?
Und ich?
Ich bin an der Queue marschiert, ich habe den Troß erlebt, Antlitz und Schritt Sinaïdas, ich bin in Katastrophen gestanden!
O, um ein Weltalter war ich älter als der Vater, dieser Abkömmling einer primitiven Zeit, dieser Berufssoldat comme il faut, diese Blase, aufgeworfen vom militärischen Reglement.