(Mehrere Aussagen.)
Martin war seinen Eltern ein unfolgsames Kind, in der Schule ein fauler Schüler und überhaupt ein ungezogener Knabe. Er war nicht blos zänkisch und schadenfroh, sondern auch lügenhaft und tückisch. Sein ganzes Benehmen war roh, wild und flegelhaft. Er hörte auf keine Mahnung, achtete keinen Tadel, ließ sich durch keine Strafe bessern.
Seine Bücher hatten nicht nur Schmuzflecken und Blattohren, sondern auch keine Schalen mehr. Seine Kleider waren selten ganz, reinlich und in guter Ordnung. Natürlich wurden seine Schulcensuren immer geringer, kläglicher und entehrender.
So war Martin seinen Eltern ein Angst-, Sorgen- und Schmerzenskind. Ebenso hatte der Lehrer mit ihm nichts als Verdruß und Aerger.
Und was war die traurige Folge von all diesen Jugendsünden? Martin wurde später ein Faulenzer, ein Betrüger, ein Dieb und zuletzt ein Bewohner des Zuchthauses.
5. Ein guter König.
(Zwei Beifügungen.)
Ein weiser und gerechter König ist für ein Land ein großes Glück. Er sorgt für das Wohl der Städte und Dörfer. Er fördert die Stätten der Wissenschaft und Kunst.
Seine ebenso wohlwollenden als strengen Gesetze gewähren allen Unterthanen Schutz. Er unterstützt den Fleiß der Handwerker und Bodenbebauer. Er weiß den Segen einer guten Schulbildung und einer frommen häuslichen Erziehung zu würdigen. Er spendet jedem wirklichen Verdienste wohlverdiente und ermunternde Anerkennung.
So strömt Segen von seinem erhabenen, gottbegnadeten Throne über das ganze Land. Allenthalben erblüht geistiges und leibliches Glück.