Der Besitz viel blinkenden Erzes verschafft nicht selten dem Menschen Ehre, dessenungeachtet aber keinen sittlichen Werth. Das Geld erschließt die Thür zu vielen Genüssen, jedoch auch das Thor zu mancherlei Sünden und Lastern. Es erfreut nicht blos, sondern verführt auch. In das eine Herz pflanzt der Mammon den Sinn des Mitleids und der Wohlthätigkeit, in das andere dagegen die Wurzel des Stolzes und des Dünkels.
So ist er unser Freund, gleichwohl auch unser Feind. Wir können durch ihn in vieler Hinsicht frei, aber auch Sklaven werden. Wir wollen daher unser Geld zwar zusammenhalten, allein niemals das Herz daran hängen.
29. Der Maikäfer.
(Begründung.)
Die Maikäfer sind sehr gefräßig, darum schädlich. Sie erscheinen fast alle zu gleicher Zeit, deshalb in großer Menge. Sie suchen im Frühlinge das junge Blätterwerk und deswegen die Gipfel der Eichen und Kastanien auf.
Sie zeugen viel Eier, demnach eine zahlreiche Nachkommenschaft. Ihre Larven ruhen tief in der Erde, folglich wohlgeborgen.
Ihre wohlgenährten, mithin fetten Leiber dienen vielen Vögeln zur Nahrung. Sie sind auch für manche Menschen eine Delicatesse und also nicht ganz ohne Nutzen.
30. Die Bibel.
(Desgleichen.)
Die Bibel ist ein vor Jahrtausenden geschriebenes und daher uraltes Buch. Sie ist durch von Gott erleuchtete Männer verfaßt, darum heilig und ehrwürdig.