Der Zug durchschnitt herrliche Landschaften, sie konnten nur flüchtig genossen werden. Er jagte ja mit Windeseile dahin, das Auge konnte keinen Ruhepunkt gewinnen.

Inmitten der Fahrt erscholl plötzlich ein Nothsignal, die Fahrgäste erschraken.

Die Schaffner bremsten augenblicklich, Alles drängte an die Wagenfenster, Einzelne schrieen laut auf, Andere wollten durchaus hinausspringen.

Ein Unglück erfolgte nicht, der Zug blieb ruhig stehen. In der Maschine war blos eine kleine Röhre gesprungen, ein solcher Vorfall bringt selten Gefahr. Der Schaden ward ausgebessert, das Abfahrtssignal schrillte aufs neue, bald ratterte der Zug wieder die Schienen entlang. Die Fahrt ging glücklich weiter, die Aufregung unter den Fahrgästen währte noch lange.

II. Mit Bindewörtern.

39. Ein Doppelfest.

(Zusammenstellend.)

In dem Garten des Kaufmanns Löbel herrschte eines Tages ein lustiges Treiben, und dieses Treiben gab für den Beobachter ein liebliches Bild. Der Kaufmann hatte nämlich zwei Söhne, und beide Knaben feierten heute einen Festtag. Bruno beging sein Wiegenfest, und Hugo feierte seinen Namenstag.

Zu diesem Feste nun hatten sie nicht blos ihre liebsten Schulkameraden eingeladen, sondern die Eltern hatten auch noch die Kinder der Nachbarschaft herbeigezogen. Es standen den muntern Gästen nicht allein allerhand Spiele zur Verfügung. sondern es war auch für einen wohlgedeckten Tisch gesorgt.

Bald vertheilte man sich zu den verschiedenen Unterhaltungen, und die Lust nahm ihren Anfang. Die großen Knaben griffen zunächst zu den Armbrüsten, und die jüngeren Gäste eilten zuerst nach den großen Gummibällen.