I. Subjectivsätze.
1. Vollständige Subjectivsätze.
51. Natur.
(Der Subjectivsatz steht voran.)
Wer keine Freude an der herrlichen Gottesnatur hat, ist ein gefühlloser Mensch. Wen ein Sonnenaufgang nicht entzücken kann, verdient nicht der Sonne Segen. Wessen Herz nicht beim Anblick des Sternenhimmels die Größe des Schöpfers empfindet, muß keinen Funken Glauben in sich tragen. Wem der wunderbare Blumenbau nicht die Weisheit Gottes verkündet, der wird auch durch die Bibel diese Eigenschaft nicht zu erkennen vermögen.
Wem der Sinn für Natur abgeht, dem entgehen überhaupt unzählige Freuden. Was die Vöglein singen, ist ihm leerer Schall. Wovon die murmelnden Bächlein erzählen, kümmert ihn nicht. Wie zauberisch sich ein Schmetterling aus der Raupe entwickelt, dünkt ihm nicht der Beachtung werth. Daß der herbstlich gefärbte Laubwald ein reizendes Bild ist, bleibt seinen Augen verborgen. Worin die Reize einer schönen Winterlandschaft bestehen, ist seinen blöden Augen ein Räthsel. Worüber Tausende inmitten des schönen Gottestempels entzückt aufjauchzen, dünkt ihm vielleicht gar lächerlich.
Wer darum sein Leben mit edlen Freuden würzen will, mache die Natur zu seiner Freundin.
52. Gottvertrauen.
(Desgleichen.)
Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut. Ob dies Wort von Allen verstanden wird, ist wol zu bezweifeln. Daß aber vielen Menschen jene Ergebung in den Willen des Höchsten mangelt, ist dagegen gewiß.