Wozu dieser Mangel oft führt, zeigt uns die Erfahrung.

Dem Gottvertrauen innewohnt, der hat eine mächtige Stütze im Leben.

Was den Gottvertrauenden hinieden auch betrifft, bringt ihn niemals außer Fassung. Womit ihn der Herr erfreut, veranlaßt ihn zum Danke. Was das Schicksal ihm auferlegt, wird von ihm geduldig hingenommen. Warum Gott gerade ihm Leiden sendet, wird in ihm nie ein Gegenstand kleinmüthiger Frage. Was sein Himmelsvater thut, dünkt ihm wohlgethan.

Der so zum Herrn steht, ist ein echtes Kind Gottes. Den solcher Glaube beseelt, ist ein wahrer Christ. Wessen Herz von solcher Zuversicht durchdrungen ist, der steuert sicher auf dem bewegten Strome des Lebens.

53. Der Hund.

(Der Subjectivsatz zuletzt.)

Es ist längst erwiesen, daß schlechte Verpflegung den Hund schließlich toll macht. Es ist hinlänglich bekannt, daß ein toller Hund unsägliches Unheil anrichten kann. Es ist oft genug geschildert worden, wie gräßlich das Ende eines in Tollwuth verfallenen Menschen ist. Trotzdem ist es aber die große Frage, ob alle Hundebesitzer ihre Pflichten gegen ihre Thiere gewissenhaft erfüllen.

Der pflegt seinen Hund nicht, der ihm zu geringe Kost reicht. Der bekümmert sich wenig um die Gesundheit des treuen Thieres, den sein Bedürfniß zu saufen nicht rührt. Der liebt den lieben Hausfreund kaum, dem dessen Winseln vor Kälte kein Erbarmen einflößt.

Gib darum Deinem Hunde, was ihm gehört. Reiche ihm, was ihn wirklich nährt. Wende von ihm ab, was ihm schädlich ist. Muthe ihm nicht zu, was über seine Kräfte geht. Vergiß nie, wie ihn die Natur gebaut hat.

Der ist ein Thierquäler, der das Alles nicht beachtet. Derjenige sollte darum auch keinen Hund halten, der seine Bedürfnisse nicht kennt.