Gefährlich ist es, des Lasters Bahn zu gehen. Was anfänglich genußreich erschien, wird gar zu oft die Ursache bitterer Schmerzen. Worüber der Sinnenmensch früher jubelte, erscheint ihm später nicht selten als Gegenstand der Reue.
Der Lasterhafte wird endlich, was der Sklave an der Kette ist. Er ist somit, was er um Alles in der Welt nicht sein will. Sein Bestes zu bedenken, kommt ihm nicht in den Sinn. Das Ende seiner Lebensweise zu erwägen, vermeidet er absichtlich.
Sich selbst zu beherrschen, mangelt ihm die Kraft. Wozu ihn sein Gelüste treibt, wird seine nächste Aufgabe. Wohin der Rausch führen könne, kümmert ihn nicht.
Aber der anfangs blumenreiche Lasterpfad bleibt nicht, wie er war. Was anfänglich Rosen waren, sind zuletzt nur noch Dornen. Was den Körper zu oft erquickt, richtet ihn zu Grunde. Was den Geist rauschartig aufregt, stumpft ihn ab.
Der Schwelger wird als Jüngling, was der Greis in späteren Tagen ist. Der Fluch der Sünde ist es, worin er seinen Untergang findet.
III. Beifügesätze.
1. Vollständige Beifügesätze.
60. Ein Schulkreuz.
(Der Beifügesatz zuletzt.)
Theodor gehörte zu den Schülern, die dem Lehrer Noth machen. Er zeigte ein Betragen, das keineswegs löblich war. In seinem ganzen Wesen lag ein Stumpfsinn, der ihn für jeden Tadel gleichgiltig machte. Aus seinem Auge aber sprach dabei eine gewisse Tücke, die ihn als einen gefährlichen Nachbar erscheinen ließ.