Das Schicksal fügte es leider, daß ihm die Pulverflamme gerade in die Augen schlug. Er verlor auf der Stelle sein Augenlicht.
Wem nicht zu rathen ist, dem ist freilich auch nicht zu helfen.
Hauptwiederholung.
(Subjectiv-, Prädikat-, Beifüge- und Ergänzungssätze.)
89. Das Reisen.
Wem Gott will eine Gunst erweisen, der wird von ihm in die weite Welt geschickt.
Das Reisen gewährt zunächst eins der größten Vergnügen, die für Geld zu haben sind. Es verleiht Vielen eine Bildung, die selbst das Studium der gelehrtesten Bücher nicht geben kann. So Mancher ist durch vieles Reisen erst geworden, was er werden sollte.
In der weiten Welt lernt der Mensch erst kennen, was für Wunder der Herr geschaffen hat. In der Fremde überzeugen ihn tausend Dinge, daß auch der Mensch in seinen Thaten groß sein kann.
Wer reist, muß freilich seine Augen hübsch offen behalten. Wer Gewinn vom Reisen haben will, muß auch die Ohren fein spitzen. Er muß sich befleißigen, mit Verstand zu reisen. Ein Wandern, dem kein bestimmter Plan zu Grunde liegt, hat wenig Zweck.
Auch die Kunst, mit rechtem Nutzen zu reisen, will freilich erst erlernt sein. Die ersten Ausflüge in die Welt kosten deshalb, was man Lehrgeld zu nennen pflegt. Man muß lernen, sich den gegebenen Verhältnissen zu fügen. Man muß auszurechnen verstehen, wie man überall am billigsten wegkommen kann. Man darf aber auch wieder gewisse Opfer, ohne welche zu besondern Sehenswürdigkeiten kein Zutritt gewährt wird, nicht scheuen.