Vater Römhild faßte, ohne seine freundlichen Züge zu verändern, jeden Knaben bei der Hand. „Ihr habt meiner gespottet“, begann er darauf. „Damit“, setzte er hinzu, „habt Ihr mir sehr weh gethan.“

Bei diesen Worten, die seiner Brust mit einem tiefen Seufzer entstiegen, zitterte eine Thräne von seinen grauen Wimpern. Darauf fuhr er fort: „Werdet Ihr nicht selbst auch einmal alt werden?“ Und weiter fragte er: „Würde Euch denn in Euren alten Tagen der Spott der Jugend gefallen?“

In ähnlicher Weise redete der Alte, der dabei einen wahrhaft väterlichen Ton annahm, noch längere Zeit zu den Herzen der beiden Knaben.

Beide sahen jetzt ein, daß sie sich an dem Alten versündigt hatten. Beide gelobten auch endlich, daß sie sich ein solches Vergehen nie wieder wollten zu Schulden kommen lassen.

Daß ihnen dieses Versprechen wirklich aus dem Herzen kam, sah der Alte an ihren Mienen. Ob sie der Zusage für immer eingedenk sein würden, konnte Vater Römhild freilich nicht wissen. Zur Ehre gereicht ihnen aber noch, daß sie die neuen Groschen durchaus nicht nehmen wollten.

Hoffentlich blieben sie solcher Gesinnung, wie sie jetzt waren.

VI. Umstandssätze.

1. Umstandsnebensätze des Ortes.

100. Unschuldig Verfolgte.

Wo man die Sperlinge vertilgt, da züchtet man schädliche Insekten. Wo man die Maulwürfe erwürgt, da hegt man ein dem Graswuchse nachtheiliges Gewürm. Wo man den Eulen nachstellt, liebäugelt man mit den Feldmäusen.