a. Gleichzeitigkeit.

102. Peter der Große.

Eines Tages fuhr Peter der Große, als er zu Mittag gespeist, in seiner Schaluppe nach Sesterbank. Während seine Matrosen die Ruder schlugen, mußten sie zur Ergötzlichkeit des Kaisers ihre Lieder anstimmen. Dieses Concert unterhielten sie stets so lange, bis er winkte.

Indem die Schiffsleute noch sangen, erhob sich von Westen her etwas Wind. Kaum aber waren zehn Minuten vergangen, entwickelte sich aus diesem Winde ein arger Sturm.

Indeß sich des Kaisers Fahrzeug seinem Ziele nähert, bemerkt er in der Ferne einen mit den Wogen kämpfenden Kahn. Sowie Peter die große Gefahr für das kleine Fahrzeug erkennt, schickt er sofort seine Matrosen zur Rettung aus. Noch aber haben diese kaum die Schaluppe verlassen, entdeckt er mitten in der Flut eine Frau mit ihrem Kinde.

Schon drohen die Wogen die Unglückliche zu begraben, als Peter selbst zu ihrer Rettung in die schäumende Flut stürzt. Sobald es Menschenleben zu retten gilt, denkt er nicht an seine Kaiserwürde.

Indem ihn eine Welle hoch emporhebt, erfaßt er die Unglückliche. Mit starker Hand hält er sie fest, bis der Schiffsjunge die Schaluppe herbeigeführt hat.

Während seine ausgesendeten Matrosen jenen Kahn in Sicherheit bringen helfen, führt er die beiden Geretteten dem Ufer zu. Für diese aber war nun gesorgt, solange sie lebten.

103. Aus dem Tagebuche eines Kriegers.

(Desgleichen.)