88. Der Affe.

(Das Prädikat ein Hauptwort mit mehreren Beifügungen.)

Der Affe ist das drolligste Thier unserer zoologischen Gärten. Sein neckisches Wesen wird oft der Gegenstand allgemeinen Gelächters. Die Affenkäfige sind daher auch die stärksten Anziehungspunkte der lieben Kinderwelt.

Die Kletterbewegungen der Affen sind oft wahre Kunststücke der höheren Turnerei. Ihre Schwänze haben dabei den nützlichen Dienst einer fünften Hand.

Der Affe hat fast stets einen ausgezeichneten Appetit nach süßem Naschwerke. Seine Freßweise hat den entschiedenen Charakter heißhungriger Gier.

Er ist kein friedliebender Freund seiner mitgefangenen Kameraden. Schnell wird er oft ein leibhaftiges Bild des heftigsten Jähzorns. Seine Zähne sind dabei die gefährlichen Dolche seiner heimtückischen Rachsucht.

Wohl aber ist der Affe ein großer Freund der schönen Tugend der Reinlichkeit. Diese Reinlichkeitsliebe ist eine der rühmlichsten Eigenschaften des gesammten Affengeschlechts.

Der Nachahmungstrieb ist eine allbekannte Eigenschaft der Vierhänder. Er wurde freilich schon oft die traurige Ursache der lebenslänglichen Gefangenschaft des südländischen Thieres.

89. Hochmuth.

(Möglichste Erweiterung des Subjects und Prädikats, insofern beide blos Hauptwörter sind.)