Moritz entsetzt sich. Er will sich entfernen. Er möchte sich am liebsten verstecken. Da tritt sein Vater herein. Dieser besinnt sich nicht lange. Er faßt sich schnell und reißt den Vorhang herunter. Dabei verbrennt er sich zwar, aber der Schmerz läßt sich ertragen. Die Flamme züngelt noch einmal empor. Bald aber hat sie sich doch unterdrücken lassen.

Moritz erdreistet sich aufs neue zu lügen. Darüber betrübt sich der Vater. Er läßt sich jedoch nicht täuschen. Er überzeugt sich, daß Moritz das Unheil angerichtet habe. Dieser sieht sich bald überführt. Die Strafe blieb natürlich nicht aus. Moritz schämte sich. Zum Glück änderte er sich bald. Er legte die Lügen ab. Er besserte sich.

95. Der Verschwender.

(Alle vier Fälle. Einfache Ergänzung.)

Valentin war der Sohn eines reichen Edelmannes. Sein Vater hatte mehrere Güter. Er hieß ein Millionär. Alle diese Schätze wurden Valentin’s Eigenthum. Der reiche Erbe aber wurde ein Verschwender.

Sein Charakter entbehrte aller Grundsätze. Er vergaß die Mahnungen seines seligen Vaters. Er achtete nicht der Mahnungen der Vernunft. Er spottete jeder Arbeit.

Valentin huldigte allen Untugenden. All sein Denken galt den sinnlichen Genüssen. Er fröhnte allen erdenklichen Leidenschaften. Aber die Strafe folgte dem Laster. Valentin schadete seiner Gesundheit.

Er verlor alle Achtung. Sein Vermögen ging den Krebsgang. Seine guten Freunde verließen ihn. Die Gläubiger dagegen suchten ihn auf. Schließlich verhaftete ihn das Gericht. Den einstigen Millionär beherbergte ein Gefängniß. Valentin erhielt eine lange Freiheitsstrafe.

Endlich hatte er sie verbüßt. Aber er war nun ein Bettler. Jetzt erst gedachte er der wohlgemeinten Rathschläge seines Vaters. Sein Gemüth erlag der Reue. Er starb den Tod eines Untergegangenen.

96. König und Volk.