Ach! schon grünt des Edlen Hügel:
Aber ganz birgt er ihn nicht.
Eines, das durch Gräber Riegel,
Ewig jung und göttlich bricht,
Eines lebt – der hohe reine
Geistesabdruck ist dieß Eine,
Das zur Ewigkeit entblüht,
Norne! deinem Dolch entflieht.
Fühlt ihr in der Saiten Beben,
Im begeisternden Gesang,
In des Herzens Sturm und Drang
Fühlt ihr des Entschlaf’nen Leben?
Horch! es tönen Engelharmonien, –
Das ist Mozart! Seht ihr ihn
Lichtbekränzt? Mit Feentritte
Wallt sein Geist in eurer Mitte.
Fußnoten:
[11] Auch dieß ist eine Ursache der Abneigung der welschen Sänger gegen seine Werke; eine noch stärkere ist die Mühe, die es ihrer Unwissenheit kostete seine Gesänge einzustudiren. Mozart hat zwar bisweilen von diesem Grundsatze eine Ausnahme gemacht. Aber war er denn in bestellten Sachen immer frey? Mußte er nicht gegen Sänger gefällig seyn, wenn er wünschte, daß sie ihm die Sachen nicht verderben? Darum müßte man immer die Sänger kennen, für die er schrieb, wenn man ein richtiges Urtheil über seine dramatischen Werke fällen wollte.
[12] Ich habe dieses schätzbare Denkmal einer edlen Seele der gütigen Mittheilung des Herrn Roth Proviantoberverwalter zu Prag (an den der Brief geschrieben war) zu danken. Da er für den Geist und das Herz seines Verfassers nicht minder ruhmvoll ist, als für Mozart: so ließ ich ihn hier wörtlich nach dem Originale abdrucken.
[13] Der Verfasser hatte das Vergnügen Augenzeuge der schönen Scene zu seyn.
[14] Die Begebenheit ist in Prag allgemein bekannt.
[15] Anmerkung. Ein trefflicher Schüler Seegerts, und biederer Mann. Diese Anekdote habe ich aus seinem Munde.
[16] Dieß war unter andern der Fall bey dem Tode eines geliebten Staares, den er in seinem gemietheten Garten ein ordentliches Grabmahl errichtet, und mit einer Inschrift versehen hatte. Thiere und insbesondere Vögel liebte er sehr.
[17] Die achtungswürdige Frau beträgt sich in ihrem Wittwenstande sehr klug, und sorgt für ihre 2 Söhne mütterlich. Sie lebt in Wien von ihrer Pension und dem kleinen Erwerbe aus dem Nachlasse ihres Mannes.