Also mit seiner Reise nach Berlin ist es nichts. Lieschen muß ihre Herrschaft in einen Badeort begleiten; sie bleibt lange fort, viele Monate. --

Schriftlich möchte »es« Jachl nicht mit ihr abmachen. Er ist hierbei mehr fürs Mündliche. Nach Pfingsten vergeht die Zeit wohl rascher. Vielleicht bekommt er ein paar Tage im September Urlaub.

Ordentlich in die Glieder ist ihm der Schreck gefahren. Aber »was soll man dabei tun?« -- --


Zwischen den Genesenden der Heilstätte werden alle Gespräche jetzt zu Plänen. Nur Worte wie: »Zu Hause, bei Muttern, Stellung, Arbeit, Vorwärtskommen« sind zu vernehmen.

Der lange August versichert Jachl unzählige Male, »daß er viel zu schade ist, um als Schäfer zu versauern.« Hundert Stellen kann er ihm in Berlin besorgen. Kinderspiel! Bei der Figur!

Am frohesten ist der kleine Maler, daß er mit seinem Nachbarn zusammen fortkommt. Solche Jungen wie Jachl hat er in Berlin nie kennen gelernt. --

Jachl sagt wenig. Ich glaube, seine Seele bebt. Immer ist ihm, als schiene ganz hell die Sonne.

Zuerst will er -- gleich wenn er ankommt -- in Berlin die Verlobungsringe besorgen, aber nein, das geht nicht, er muß das Maß von Lieschens Finger haben. -- Ganz elend ist ihm manchmal vor Freude und Sehnsucht. Manchmal weiß er selbst nicht mehr, freut er sich am meisten auf Lieschen oder auf die Schnucken. Es ist schwer zu unterscheiden. Ordentlich wie Fieber ist es, aber mit der Lunge hat es nichts mehr zu tun. -- Ja, die Schnucken! Ob die wohl einer vergessen kann, der mit ihnen zusammen gewohnt hat, und der ihre Leiden und Freuden genau kennt?