[ Maria an Roland.]

Mein Junge, während mein Blick wieder und wieder auf das Blatt mit Deinen großen, steilen Buchstaben fällt, vernehme ich den Ton Deiner Stimme, die bebend und doch schicksalsergeben hier in meinem Zimmer noch jetzt zu verkünden scheint:

„Wie heißer Kuß ist oft das erste Du —

Zwei glühende, von Sehnsucht schwere Herzen,

Die zitternd brennen wie geweihte Kerzen,

Sie sinken taumelnd sich einander zu.

Und war doch nur ein altgewohntes Wort,

Das oftmals achtlos floß von ihren Lippen,

Und reißt sie nun — hin über Fels und Klippen —

Ins unermessne Meer der Liebe fort — —“