Opetiorhynchus canceolatus Gould. (Die Species wurde von Gray mit Cinclodis vereint.)
Muscicapa: Subgenus Onychopentus gilviceps. Reichenbach. Bildet die zweite der von Reichenbach aufgestellten Gattung.
Synallaxis melanopus. Gray. (Escapullaris chorreada Dorwin, Synallaxis dorsomaculata D'Orbigny.)
Von Seevögeln brachte ich mit: Larus glaucodes, Meyen. Phalacrocorax Gaimardii, Garnet. Phalacoran graulis, Meyen, diese Art aber nur selten. Dann Dyomedea fuliginosa. Gmel. Es hat die geringe Menge dieser ornithologischen Fauna erlaubt sie hier aufzuzählen, was bei der reichlichen Fauna in Chile nicht geschehen konnte und ich glaubte, dieß um so eher thun zu müssen, da die Algodonbai meines Wissens noch nicht naturhistorisch geschildert wurde.
[47] Die von mir aus jener Oase mitgebrachten Pflanzen, größtentheils schwierig bestimmbar, gehörten den Gattungen Cassia in mehreren Spezies an, den Cestrum, Convolvulus, Fabiana und mehreren Rubiaceen.
[48] Es kann Seewasser in kleinen Quantitäten wohl getrunken werden und verursacht keineswegs den argen Durst und die Uebligkeiten, von welchen man fabelt. Schon auf der Reform hatte ich es mir zur Gewohnheit gemacht, täglich ein mäßiges Glas Seewasser zu trinken, und habe mich gut dabei befunden, obgleich Matrosen und Passagiere mir anfänglich das Schlimmste prophezeihten. Das Seewasser hat den Geschmack und die Wirkung des Bitterwassers, und namentlich hat dieser letzte Effekt auf See seine besondere Annehmlichkeit. Ich glaube, daß man sich mehrere Tage mit Seewasser nothdürftig erhalten, und dem Organismus die nöthige Menge Wasser zuführen kann, und daß das Vorurtheil gegen dessen Genuß vorzugsweise von dem Uebermaße herrührt, mit welchem es genossen wurde, nachdem man lange gegen den Durst angekämpft hatte, in welchem Falle freilich Kolik und Erbrechen die Folge sein werden.
[49] Sie bringen meist Spirituosen, deren Einfuhr, des Mißbrauchs halber, der damit getrieben wird, verboten ist.
[50] Streng geschieden ist bekanntlich diese Form von jener, welche der Typus der in altperuanischen Gräbern gefundenen Gefäße bildet. Während die hier zu Tage gebrachten die in Chile noch heute gebräuchlichen, und die in alten Gräbern bei uns sich findenden, einfache, ja oft edle Formen zeigen, sind jene aus altperuanischen Gräbern meist Nachbildungen von Menschen und Thierformen, von Früchten u. dergl., und auch das Material scheint ein verschiedenes zu sein, indem bei den peruanischen ein feiner Thon angewendet wurde.
[51] Die einzigen Säugethiere, welche noch heute in der Bai gefunden werden, sind eben dieses Chinchilla (Eriomys chinchilla), ein Nagethier, etwas kleiner als ein Kaninchen, dessen Pelzwerk häufig nach Europa gebracht wird und welches auch in Chile häufig vorkommt. Ich habe in der Algodon-Bai sieben lebende Exemplare bekommen, von welchen ich aber blos ein einziges lebend mit nach Europa brachte, da diese Thiere die Gefangenschaft durchaus nicht ertragen können. Ich ließ das letzte endlich frei auf dem Schiffe umherlaufen, wo es, trotzdem daß es durch Benagen aller Gegenstände sich ziemlich unnütz machte, doch geduldet und zuletzt zahm, ja zudringlich wurde. – Das andere Säugethier ist das ebenfalls in Chile vorkommende Guanaco, von welchem bereits gesprochen wurde.
[52] Siehe die Tafeln zu Seite 311, 314, 316, 318 und 353, so wie das Titelkupfer.