[42] Es ist nicht ganz sicher, ob dies die erste Expedition ist, welche zur Wiederentdeckung Grönlands ausgesandt wurde. Aus einer Proklamation von König Frederik II. an die Grönländer vom 12. April 1568 ersieht man, daß ein gewisser Kristiern Aalborg in diesem Jahr mit einem Schiff dorthin gehen sollte. Dagegen weiß man freilich nichts weiter von der Expedition. Von demselben König wurde später zu gleichem Zweck ebenfalls mit einem Russen, Paul Nichetz, verhandelt, welcher behauptete, daß er den Weg nach Grönland kenne (wahrscheinlich eine Verwechselung mit Spitzbergen oder Novaja Semlja), zu welchem Resultat aber die Unterhandlungen führten, weiß man nicht.

[43] Vergleiche: Norske Rigs-Registranter, Kristiania 1863, Bd. II. S. 337.

[44] Gedruckt in: Grönlands historiske Mindesmærker (Kopenhagen 1845) Bd. III. Seite 641-647.

[45] Aldays Expedition ist nicht die erste unter den uns bekannten, die nach dem Mittelalter Grönland in Sicht bekommen. Der Engländer Martin Frobisher hatte bereits auf seinen drei Reisen (1576-78) zur Entdeckung der Nordwest-Passage die Südküste in Sicht bekommen. Er hielt sie für das Frisland der Zenier und nannte das Land „Neu-England“.

[46] Mogens Heinessön war um die Zeit Bürger in Bergen; er war aber von norwegischen Eltern auf den Faröern geboren und gilt als zweiter faröerscher Nationalheld, der Erste war Sigmund Bresteson.

[47] Lyschander, Grönlands Chronica, Kjøbenhavn 1608.

[48] Möglicherweise ist hierunter der magnetische Osten zu verstehen, also ungefähr rechtweisend Nord-Ost.

[49] Vor diesen Expeditionen war die Ostküste von Grönland bereits gefunden und von dem Engländer John Davis betreten, der auf seinen drei Reisen 1585-87 das Land fand (er benannte es „Land of desolation“) und die Küste von dem südlichsten Theil bis zum 72° n. Br. bereiste. Er ist folglich der erste Europäer, von dem man weiß, daß er nach dem Mittelalter das Land betreten hat.

[50] Dieselbe ist in Stenstrups Abhandlung: „Ueber Österbygden in den Mittheilungen von Grönland“, Kopenhagen 1889, Bd. 9, Seite 12-14, abgedruckt.

[51] Die einzige Mittheilung, die wir über diese Reise besitzen, ist ein Bericht an Friedrich III., von einem gewissen Christian Lund nach Danells Tagebüchern verfaßt und in den alten Manuskriptsammlungen der königlichen Bibliothek zu Kopenhagen aufbewahrt. Im Jahre 1787 wurde von John Eriksen ein Auszug dieses Berichts in Druck herausgegeben. Siehe übrigens auch: „Grönlands historische Denkmäler“, III., Seite 713-720.