Es ging über ein breites, nasses Moor, wo man genau aufpassen mußte, auf welchem Büschel man bei jedem Sprunge landete. Es kam aber vor, daß man bis zur Wade im Wasser steckenblieb, ohne sich vor dem nächsten Glucksen bewegen zu können. Hörte der Hahn mitten im Spiel auf, so zogen sich die Minuten in die Länge; man sank tiefer und tiefer ein, und die Beine schmerzten, ohne daß man einen Fuß bewegen konnte. Dann fing der Hahn wieder an, und wir kamen schließlich über das Moor und den Abhang auf der andern Seite hinauf.
Da sahen wir den Hahn frei auf einem Aste auffußen. Der Abstand war ziemlich groß, aber das Feld war so offen, daß man nicht näher herankommen konnte. Ich mußte schießen. Beim nächsten Glucksen erfolgte ein Knall, und klatschend fiel der Hahn zur Erde. Johann eilte davon, ihn zu holen.
Es war nun schon so hell, daß kein Spiel mehr zu erwarten war. Auch ein Sonnenspiel würde es nicht geben, denn im Osten war der Himmel dicht bewölkt, und die Sonne konnte nicht durchdringen, als sie aufging. Darum machte ich mich mit Johann auf den Heimweg.
Im Bereich Rondanes und der Sölenberge
Juli 1916.