Aber nun rast das wilde Tier zügellos, der Fenriswolf ist los, häßlich heult Garm am Eingang zur Unterwelt.

Der größte Sieg ist, sich selbst überwinden. Das gilt nicht nur für den einzelnen, das gilt auch für die Völker, für die Gemeinschaft der Menschen.

Wir führen einen steten Kampf, um die Naturkräfte zu meistern, um das Dasein zu sichern. Aber die ohne Frage größten Unglücksfälle, das schlimmste Elend verdanken wir immer noch den Menschen selbst, und noch sind wir nicht dahin gelangt, das hindern zu können. Welch eine furchtbare, demütigende Wahrheit!......

Die schwere Nebelkappe über dem Smiuhammer wird dunkler, unten in der Schlucht wird es blauschwarz. Es ist, als runzle der Berg die Brauen......

Kann es wahr sein? — Aber es sind ja Großmächte — und eine Großmacht darf alles, was sie selbst für recht erklärt. Die Mehrheit entscheidet über das Recht in der Welt. Eine Großmacht ist immer in der Mehrheit, also hat sie immer recht — und die kleinen Völker haben unrecht. — —

Nein, das führt im Kreise herum. Aber ich will ja vorwärts, ich will weiter über diese moosbewachsenen Flächen, wo nichts den Fuß aufhält.

Über die Flächen und an den Bergwänden hinauf schweift der Blick..... Hier gab es früher Renntiere genug, aber jetzt ist kein Tier zu sehen, kein lebendes Wesen. Die Menschen haben alles vernichtet.

Ein herrliches Geschöpf, dieser Mensch..... plündern, rauben, Krieg gegen die Tiere, Krieg gegen die Menschen..... Raubtier — überall.....

Und wie dieser Krieg alle Begriffe auf den Kopf stellt! Zu was für Ungeheuern macht er uns!

Bekommt einer eine Uniform an, Kleider von einer gewissen Form und Farbe, und dazu einen Befehl, dann hat er Recht zu allem möglichen. Er kann aus der Luft Bomben auf friedliche Städte werfen, auf arbeitsame Bürger, die nur ihrer Tagesarbeit nachgehen, er kann Wohnstätten, Eigentum, Beruf vernichten.