Er zog den Fisch ans Land heran. Mehrmals versuchte ich, mit dem Kescher heranzukommen, aber dann ging es wieder fort, weiter und weiter hinab.

Endlich fing der Fisch an, sich zu ergeben. Der Schneider zog ihn wieder herein, ich bekam den Kescher unter den Fisch und zog ihn ans Land. Wahrhaftig, eine schöne Forelle, fett und breit, mit kleinem Kopf. Sie wog gut ihre drei Kilo.

Der Schneider hob den Fisch feierlich in die Höhe und überreichte ihn mir. Den sollte ich, sagte er, als Gabe erhalten.

Wir gingen wieder aufwärts. Der Schneider warf noch einige Male den Wurfköder in derselben Fischgumpe aus, ich weiter oben. Wieder stippte ein Fisch an. Diesmal hing er nicht, aber der Schneider sah den Schwanz, der groß war.

„Klein-Olav sah ihn auch, und hätte ich ihn herausbekommen, dann hättest du gesehen, daß wir hier auch große Fische im Fluß haben. Er war beträchtlich größer als der fünf Kilo schwere, den ich hier vor einigen Tagen fing. Aber so ein großer Fisch beißt nicht mehr als einmal an. Geht es dann fehl, dann beißt er nicht wieder. Wir müssen ihm Zeit lassen und den Versuch auf dem Rückweg wiederholen.“

Wir gingen weiter hinauf. Oft fiel der Berg an den Gumpen sehr steil ab. Von einem hohen Felsen aus warf ich den Köder in eine große schöne Gumpe. Ich zog den Köder über den Strom hin. Platsch, da biß etwas an; es gab mir einen Stoß durch den ganzen Körper. Die Rute stand wie ein gespannter Bogen, und die Schnur sauste vom Roller. Nun galt es festhalten, der Fisch wollte die Stromschnelle hinab.

Ich bekam ihn wieder in die Gumpe hinein. Er ging im Kreise. Während ich so stramm als möglich hielt, kletterte ich die Bergwand bis zum Ufer hinunter. Endlich wurde er müde; er kam gutwillig und wurde in den Kescher hineingeholt; es war ein Fisch von etwa anderthalb Kilo.

Nun war aber nichts mehr zu machen, so oft wir es auch weiter oben versuchten. Wir gingen wieder zurück, denn es war schon spät am Abend geworden. Aber auch der große Fisch des Schneiders wollte nicht wieder anbeißen, und so war nichts zu machen als heimzukehren.

Wir kletterten vom Fluß aus aufwärts, bis wir an eine Holzhütte kamen, wo wir einen Bissen Abendbrot aßen.