„Nein! Hat man so was gehört, den Weg jetzt zu gehen! Wo soviel Schnee im Gebirge liegt!“

Um so besser sei es, meinte ich, dann gäbe es doch gute Schneeschuhbahn.

„Aber du kommst heute nicht hinüber, und was willst du dann tun?“

Darüber wollte ich unterwegs nachdenken. Sehe es allzu gefährlich aus, dann könnte ich ja immer noch nach Aurland hinabfahren. Aber auf alle Fälle möchte ich etwas Proviant mitnehmen.

„Und dann könntest du mir eine Schachtel Streichhölzer geben,“ sagte ich zu dem jungen frischen Mädchen, das neben mir stand.

„Die sollst du haben,“ sagte sie und mit schelmischem Lächeln in den Augen fügte sie hinzu: „Aber dann mußt du mir auch versprechen, nicht übers Hochgebirge zu gehen.“

Das konnte ich nicht versprechen, so leid mir’s tat. Aber vorsichtig fahren wollte ich und alles gut überlegen, wenn ich auf den Gjeiterücken kam. Damit gab sie sich zufrieden, und ich erhielt die Schachtel Streichhölzer, die mit einem Stück Käse und einigen Laiben Fladenbrot in den Rucksack gestopft wurde. Dann verabschiedete ich mich und fuhr wieder auf dem Eise weiter. Der Mondschein war vor dem Tage verblichen.

Ich befand mich gerade am Ende des Strandefjords und wollte eben die langen Hänge zum Gjeiterücken hinauf, der Wasserscheide zwischen Hallingtal und Aurland — da ging die Sonne auf, und ein Strahlenquell ergoß sich über die Berge.

„Was ist so klar wie das Licht, so rein wie der Morgengedanke?“