Sie hatten mich weit oben in der Birkenhalde, in eine Wolke losen Schnees gehüllt, auf den Schneeschuhen kommen sehen, und dann in weitem Abstand den Hund in einer andern Schneewolke. Ich war ganz vollgeschneit und weiß gewesen. Darum hatten sie mich für einen Berggeist gehalten, der einen Wolf bei sich hatte, und da waren sie denn nach dem nächsten Gehöfte gelaufen, da nur Frauen zu Hause waren.

Es war auch weiter kein Wunder. Niemals war jemand zur Winterszeit dort durch das Tal gekommen und selten des Sommers, und einen Hund so groß wie einen gewöhnlichen Hühnerhund hatten sie noch nie gesehen.

Bald wurden wir gute Freunde, und ich bekam alles, was ich haben wollte, Milch und Essen.

Ich war müde, und eine halbe Stunde Schlaf konnte gut tun. Ich warf mich aufs Bett und schlief.

Um vier Uhr ging es weiter. Aber hier im Tal wurde es bald dunkel, und die Bahn und der Weg wurden für Schneeschuhe bei der Glätte und den Buckeln immer mehr unmöglich. Als ich Vold erreichte, hielt ich es daher für das beste, ein Pferd zu nehmen und wenn möglich die letzten zwei Meilen zu fahren.

Ich trat in eine große Stube mit Lehmboden, in der ein gewaltiges Feuer auf dem Herde knisterte. Ich wünschte Guten Abend und fragte nach einem Pferd.

„Ja, das kannst du schon haben, aber doch nicht heute abend?“

„Doch,“ sagte ich, „ich möchte die Nacht in Vossevangen sein.“

„Nein, du, das laß bleiben, bei solcher Bahn und in solcher Dunkelheit kann man nicht nach Vangen fahren. Der Weg geht gewölbt und vereist neben dem Abgrund. Beim Sverresteig ist es am schlimmsten, dort ist es schon am Tage schlecht genug.“