Da gab Rosenberg dem Haraldset eine Flinte. Er sollte ihm helfen, einige Schneehühner zur Strecke zu bringen, und den Hund wieder aufzumuntern. Haraldset erhielt aber strengen Befehl, den Dänen zuerst schießen zu lassen. Nun ja, dann ging es in der Regel so, daß der Däne zunächst einmal daneben schoß, und dann knallte gewöhnlich sein zweiter Schuß mit dem des Haraldset zusammen, und dann fiel wohl ein Schneehuhn herunter. Da sagte der Däne:

„Das ist doch des Teufels, daß ich nie mit dem ersten Schuß treffe.“

Eines Tages zog der Hund Schneehühnern über einigen Hügeln nach; es dauerte etwas lange.

„Aber was ist denn das?“ sagte Haraldset, „ich glaube beinahe, das ist ein Bär.“

„Wollen wir nach Hause gehen?“ sagte der Däne.

Vor einigen Jahren ging Haraldset mit einem Deutschen auf die Bärenjagd. Von ihm gab es viele Geschichten.

Sie waren drüben auf der Fjölabuhalde und streiften dort mehrere Wochen lang nach einem Bären.

„Einen Hund wollte der Deutsche gegen den Bären nicht brauchen, der verscheuche ihn nur. ‚Aber wir wollen den Bären dazu bringen, daß er zu uns kommt, Ole,‘ sagte er und kaufte einen alten Bock.

„Dem schnitt er die Kehle durch und den Bauch auf, so daß die Eingeweide sich herauswälzten. Dann band er ihm einen Strick um den Hals, und diesen Bock mußte ich den ganzen Tag durch den Wald hin und her schleifen. Dann würde der Bär kommen, meinte er. Na, mein Lieber, ich schleifte den Bock Tag für Tag hinter mir her, bis nicht mehr viel von ihm übrig war. Aber er war wohl verrückt, der Deutsche.

„Auf dem Rücken hatte ich eine ganze Wagenladung von allerhand Dingen, die wir jeden Tag mit in den Wald hinausnahmen, wenn wir auch nicht viel über die Wiese hinauskamen. Aber wir durften nichts zurücklassen, sagte er. Küchen- und Blechgeschirr wie für ein ganzes Hotel: Töpfe und Kessel und Löffel und Tassen und Bratpfannen und Gabeln und Messer und Teller — und all das mußte jeden Tag mit.