„Ja, sogar eine Säge hatte er bei sich, und Axt und Hammer und Zange und große sechszöllige Nägel. Als ich aber die Nägel einpacken sollte, da fragte ich, was er mit denen anfangen wolle. Nun, die brauchten wir, wenn wir etwa eine Hütte bauen müßten. Und dann ein Bett! Ein ganzes Feldbett mußte ich tragen, denn er konnte nichts in der Hütte lassen.
„Ich hatte mir einen Rucksack geliehen, der größer war als der, der dort liegt. Aber der reichte nicht aus. Ich mußte noch einen großen Sack dazu nehmen.
„Ich keuchte also unter einer ganzen Wagenladung daher, den Bock schleppte ich an einem langen Strick hinterdrein, während das Blechgeschirr in dem Sack auf dem Rücken klapperte. Man konnte uns wie eine Schellenkuh von weitem hören. Währenddem blies er auf einer Pfeife und meckerte wie ein Zicklein, das sollte den Bären anlocken, meinte er.
„Am Abend legten wir den Bock auf den Boden und setzten uns unter eine Fichte, um auf den Bären zu lauern, und dort blieben wir sitzen, bis es pechfinster geworden war.
„Zuweilen kam er auf den Einfall, auf den Anstand zu gehen, und ich sollte tief in den Wald hinein und ihm den Bären zutreiben. Ich schlug mit einem Stock auf die Fichtenstämme und rief: muh! muh!, wie ein Ochse. Aber wenn ich dann zu laut brüllte, wurde er böse und schrie:
„‚Du bist ja rein verrückt, Ole, du darfst den Bären nicht zu sehr erschrecken.‘
„Wenn wir zurückgingen, wollte er den Weg nach der Alm mit einem Kompaß finden, den er hatte. Wie wir auch den Tag über gegangen waren, sollte die Alm immer in der Richtung liegen, wie die Nadel am Vormittag gezeigt hatte, als wir aufbrachen; du kannst dir vorstellen, wie das ausging, und wenn wir dann lange nach seinem Kompaß gegangen waren und uns verirrt hatten und es dunkel war, kriegte ich es satt. Ich fand einen Ochsen oben an der Halde, den jagte ich vor mir her, und so kamen wir schnurgerade nach der Alm. Das war der beste Kompaß.
„Jeden Abend sagte er: ‚Morgen müssen wir früh aufstehen, um einen Bären zu finden, Ole.‘
„Am Morgen standen wir dann so zwischen neun und zehn Uhr auf, und bis wir uns genügend gerüstet hatten, war es mindestens zwölf Uhr geworden. Wenn es dann eins war, mußten wir Mittag essen. Es war gleichgültig, wo wir waren; gewöhnlich waren wir noch nicht weit außerhalb der Wiese gekommen. Wenn dann alles eingepackt war und ich die Wagenladung auf dem Rücken hatte, dann war es spät am Nachmittag.
„Er war eben verrückt, verstehst du.