„Da fand ich, das sei doch gar zu verrückt, ergriff die mit Rundkugel geladene Doppelflinte, die ich tragen und neben seine legen mußte, wenn er schießen sollte. Aber er faßte die Flinte, drückte sie zu Boden und sagte:

„‚Ich werde ihn schon zurückbekommen,‘ und damit fing er wieder an zu meckern.

„So meckerte er den ganzen Abend, bis es dunkel wurde, und er wäre wohl die ganze Nacht liegen geblieben, wenn ich nicht noch vor Nachtanbruch nach Hause gewollt hätte.

„Eines Abends, als wir uns in einer Hütte unterhalb der Fjölabuhöhe aufhielten, glaubte ich, mein Deutscher würde mir ganz draufgehen. Er lag im Bett, das dort an der Wand stand. Ich legte eine Kiefernwurzel auf das Feuer; sie sollte brennen, während ich oben in der Almhütte war und etwas Milch holte.

„Dabei verging aber einige Zeit, weißt du. Die Alm lag etwas abseits, und dann waren die Mägde gerade nicht zu Hause, und ich mußte warten.

„Als ich zurückkam, hörte ich schon von fern lautes Schreien, und ich rannte hinunter.

„Da saß er im hintersten Zimmer und schrie mir zu, er verbrenne. Während ich fort war, hatte die Kiefernwurzel angefangen etwas stark zu brennen, und auch anderes Holz, das auf dem Herde lag. Da hatte er Angst gekriegt, und da saß er nun und brüllte, als ich kam.

„‚Du bist mir der rechte,‘ sagte er ‚du willst mich verbrennen, während du den Mädchen nachläufst. Wir jagen hier jetzt Bären, Ole, und nicht Mädchen. Schaffe das Feuer hinaus. Zur Strafe wirst du ohne Abendessen zu Bett gehen.‘

„Er war ganz wütend. Na, ich warf die Kiefernwurzel hinaus und legte mich nieder. Aber auch dann sollte ich noch keine Ruhe bekommen. Ich hatte nicht lange gelegen, da schrie er von neuem:

„‚Du mußt das Feuer löschen, ich kann ja nicht schlafen, solange es leuchtet.‘