Wirst schon nie mehr von mir weichen,
Wirst schon niemals fort von hier,
Ach, es giebt nicht Deines Gleichen,
Mir ist doch nur wohl bei Dir!
[Einst.]
An meine Mutter.
Ich wünsche Dir alles Gute,
Und wünsche Dir alles Glück!
Des Schicksals eiserne Ruthe,
Sie weiche vor Dir zurück.
Ich wünsche Dir schöne Träume,
Und schönere Wirklichkeit,
Und üppige Blüthenbäume
Und stete Fröhlichkeit.
Ich wünsche Dir ein Jahrhundert,
Und Frische der Jugend dabei,
Damit sich ein Jeder verwundert
Wie rüstig die Edle sei!
Doch was ich für mich ersehne,
Das rathest Du alsobald:
Mein Ohr vernehm’ Deine Töne,
So lang ihm noch etwas schallt!
So lange es fähig, zu hören! —
Mein Auge, so lange es sieht —
Sie mögen Dich sehen und hören! —
Mein Herz, das für Dich erglüht;
Es möge Dich wonniglich fühlen,
Bevor es von hinnen zieht!
Dann scheid’ ich mit Dankesgefühlen,
Mit einem zufriednen Lied!