Wo sich Epheu schlingt,
Eine Hand mir winkt,
In der Mutter Gruft
Eine Stimme ruft:
Dich hab’ ich geliebt! —
Weine nicht, mein Kind,
Unsterblich wir sind,
Seh’n uns wieder einst,
Unwürdig Du weinst,
Gott uns wieder giebt!
Meiner Mutter lichtes Bild,
Meiner Mutter sanft Gesicht
Meiner Mutter braune Augen,
Alles dieses seh’ ich nicht.
Aber tief im Busen lebt,
All der unversehrte Glanz,
Ihres Wesens Schönheit schwebt
Ueber mir im Himmel ganz!
Zwei Blümlein blühen am Aronstab,
Ach, Beide überdauern das Grab;
Das weiße liebliche Blümelein,
Das schenkte mir mein Mütterlein.
Mein Mütterlein, so hold und rein,
Wie dieses lichte Blümelein:
Ihr Blümlein überdauert das Grab,
Im Jenseits grünet der Aronstab!