Wenn man die Mütter aus der Erde könnte graben,
Dann wäre Sonnenschein bei Tag und Nacht auf Erden,
Und Alle würden wieder frohe Kinder werden,
Wenn sie die Mütter würden wieder haben.

Ein Jubelschrei, er würde rings ertönen,
Ein Glück bei Armen und bei Reichen,
Ach, reich sind Alle, welche nie vom Mutterherzen weichen. —

Ein Lieben ohne End’ und Gleichen —
Das Wiedersehen nach lang’ getrag’nem Sehnen,
Nach stillen, lauten, heißen Thränen! —

[Klara Wuras.]

Klara Wuras, lebst nicht mehr,
Bist der Welt so ganz entrückt?
Eine Blüthe, schon geknickt —
Ach, an Tönen warst ein Meer. —

Tausend Melodien strömten,
Brausten, Klara, auf’s Klavier —
Ließest Deine Saiten hier?
Deiner Töne Schmelz — verschämten? —

Venetianisch süße Lieder —
Deiner Brautfahrt Melodei —
Klinget in dem Herzen wieder. —

Goldne Wogen strömt herbei —
Rauschen wie des Aars Gefieder —
Klara’s große Phantasei.

[Das Leben.]

Schwestern, Brüder, laßt uns leben,
Leben ist gar hohes Gut,
Machet stark die freie Seele,
Frischet auf den Lebensmuth!