Geist des Böckh! Offen sind die Hallen,
Freude herrschet im Elysium!
Lauten Jubel hört man drinn erschallen,
Horcht, man feiert seinen Ruhm!
Chor der Griechen! dankbar froh, vor Allen
Drücken die Athener ihm die Hand,
Götter zeigen ihm ihr Wohlgefallen,
Psyche selber einen Lorbeer wand.
Böckh ist todt, Aeolsharfen spielet,
Trauerweide, senke Dich hinab.
Grüner Lorbeer, schlanke Palme,
Werfet Schatten auf des Weisen Grab!
[Auf das Zimmer meines Vaters, des Rittergutsbesitzers Joachim Kempner auf Droschkau.]
Fast verfallen ist das Fenster.
Keiner wohnt im Zimmer drin,
Der Erinnerung Gespenster,
Sie umnebeln meinen Sinn. —
Wohnt’ der Vater nicht leibhaftig,
Wie das Leben selber drin?
Wünschend, wollend, einzig-kräftig,
Stets mit einem frischen Sinn? —
Blaue Augen, braune Haare,
Stark und groß, ein Riese fast,
Ungebleicht trotz sechzig Jahre,
Urgeschäftig ohne Rast!
Und verschwunden ist das Alles,
Die lebendige Gestalt,
Und kein Nachhall eines Schalles,
Mehr aus diesen Fenstern schallt!!
O, die Träume nur, sie leben,
Und die Wirklichkeit, sie stirbt, —
Nur der Dichtung Reich entschweben
Geister, die kein Hauch verdirbt!