Dem Reichsverweser wird bang um das Herz,
Die Ahnen, sie haben vollend’t,
Die Worte lasten wie Panzer von Erz,
Der Bannstrahl das Hirn ihm verbrennt. —
Und scheu, aus den Armen des schweren Alp,
Reißt entsetzt und matt er sich auf,
Da sieh da, nach Schatten ein blutiger, halb, —
Er steigt aus der Erde herauf!
Ein Jüngling, das lockige Haupt in der Hand,
Um die Stirne den Streifen von Blut:
„An Deiner Statt“ — ruft er, „mein wär’ das Land,
Dir fehlte mein reichlicher Muth! —“
Ein Nu, der blutige Schatten war hin,
Es lachte noch jugendlich auf:
„Nicht Jeder, nicht Jeder ist Konradin,
Nicht Jeder ein Hohenstauf’.“
Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,
Sie hallen es tausendfach nach,
Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,
Als wenn Fels an Felsen sich brach.
Den Erzherzog schwindelt, zur Erd’ er fällt,
Und siehe, es war nur ein Traum,
O Volksmann Johann, die Meinung der Welt,
Sie fand in dem Traume den Raum.
Kalt ist’s, eine trockene Kälte,
Aus modernen Burgen schallt
Tadel für das Holz, den Heizer
Durch die weiten Säle bald.
Aber in des Armen Hütte
Ist von Tadel keine Spur,
Eingefroren ist das Wasser
Und man weint und zittert nur.