Und Karl der fünfte in seiner Art:
„Wer unehrlich, sei klug, Johann,
Und weil Ihr nicht klug und nicht ehrlich war’t,
So thun wir Euch in Acht und Bann.“

Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,
Sie hallen es tausendfach nach,
Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,
Als ob Fels an Felsen sich brach.

Und Maximilian spricht, Schmerz im Gesicht,
„Fluchwürdig, wer die Treue bricht,
Wer weiß, ereilt Dich kein Gottesgericht.
In Bergen Tyrols verbirg Dich nicht!“ —

Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,
Sie hallen es tausendfach nach,
Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,
Als ob Fels an Felsen sich brach!

Und Joseph der Gute wehmüthig klagt:
„In Wien ein Stand- und Kriegsgericht?
Das Beste, das Schönste hast Du gewagt,
Die Mutter — sie vergißt Dir’s nicht!“

Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,
Sie hallen es tausendfach nach,
Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,
Als ob Fels an Felsen sich brach.

Und Marie Theresia, die schönste Frau,
Mit unmuthiger Miene spricht sie,
Mit der Rechten zeigt sie Brigittenau:
„Auch dieses vergeß’ ich Dir nie!“

„Die Söhne Arpads, sie schützten mein Haus,
Das Reich und des Habsburgers Thron,
Und“ — ruft mit Beben die Kaiserin aus,
„Verderben war darum ihr Lohn.“

Im weißen Gewand, das Haar in die Höh’,
Die Rechte zum Himmel hinan:
„Den Feinden Arpads sei ewiges Weh,
Vergeßlichen Enkeln mein Bann!“

Und die Berge Tyrols, die Stein’ in Tyrol,
Sie hallen es tausendfach nach,
Das tönet so dumpf, das tönet so hohl,
Als ob Fels an Felsen sich brach.