Der Bändiger blickt scheu im Kreise herum
Da dringt kein einziger Laut an sein Ohr
Die Menge sich fühllos längst verlor,
Und im Bretterzelt ist’s entsetzlich stumm,
Der Mond durch die Spalten bescheinet darin
Den Thierbändiger zu Füßen der Thierbändigerin.
Ich ritt auf einem Pferde,
Den grünen Wald entlang
Voll Blüthen war die Erde,
Ich rasch hinunter sprang.
Vor mir auf grüner Aue,
Viel hundert Vögelein,
So hübsche, kleine graue,
Mit schwarzen Aeugelein.
Ihr singet goldene Lieder,
Nach Mozart’scher Manier,
Seid Ihr denn alle Brüder,
Daß Ihr versammelt hier?
Die Antwort lautet leise:
„Wir sind nur gleichgesinnt,
Haß ist der Brüder Weise
Einfältig Menschenkind.“
Sieh, es grünt an allen Hecken,
Und auf allen Länderein,
Und es tummeln sich die Gecken
In des Frühlings Sonnenschein!
Nachtigallen singen, flöten,
Lerchen steigen jubelnd auf,
Doch die Frösche und die Kröten
Hemmen der Begeist’rung Lauf!