Bescheid vom ewigen Richter droben,
Wofür Du Edler denn gelitten hast. —
Es höret auf des Herzens Toben,
Weg ist sie, die schwere Sorgenlast.

Der Geist ist Sieger, er sieht heiter,
Ja, sieht mit froh’ und unumwölkten Blick
Auf die Vergangenheit zurück,
Und schreitet ewig immer weiter.

[Elisabeth.]

Aus jenem Troß von Königinnen
Ragt hoch empor dein tugendhaftes Sein,
Den Glanz der Throne kann das Haupt entbehren,
Doch nie der Tugend Heiligenschein.

Dem König brach das Herz, in dir gefunden
Hat er o, eine Welt voll Herrlichkeit,
Hat ihn des Undanks Pfeil auch tief getroffen,
In Dir versöhnte ihn die höhere Menschlichkeit.

[Sonnenuntergang und Aufgang.]

Ein Sonnenuntergang, der Untergang
Desjenigen Volk’s, das einst so hoch gestrahlt,
Siehst du die Streifen, purpurroth und lang,
Den jeder Untergang am Himmel malt —

El fresco, blutig halb, halb rosenroth,
Als zögen Schmerz und Unschuld Hand in Hand —
Ein stürmisch Leben, ein erhabner Tod —
Ein siegreich Dulden, das nichts überwand.

Welch großes Bild! im Hintergrunde Tag,
Im Vordergrunde tiefe Nacht man sieht,
Ein Volk, das tief im Staube kniet —
Hoch über seinem Haupt die Prüfung lag —