Nach Amerika geht’s hin,
Drückend heiß soll es dort sein,
Und ein Fremdling dort ich bin!

Mach’ das Herz mir nicht so schwer,
Einstens seh’n wir uns noch, ja:
Einstens kommst Du wieder her!

Laß mich schau’n Dir ins Gesicht,
Denn wenn wir uns wiedersehn:
Kinder sind wir dann doch nicht! —

[Das Mütterlein.]

Was siehst Du, Kind, im Mondenschein?
Ein Mütterlein am Wegestein,
Viel Tausend Falten auf Stirn und Wang’!
Ihr scheinet, ach, so weh, so bang!
Viel Tausend Zähren sie leise verschluckt,
Das matte Haupt zur Erde gebuckt.

O, weine nicht, armes Mütterlein,
Es blinkt so hell der Mondenschein!
Die gold’nen Aehren auf Berg und Thal,
Sie bücken und grüßen Dich allzumal!
Und bis auf das kleine Goldkäferlein,
Kann Alles nicht schöner und prächtiger sein.

Wohl blinket so silbern der Mondenschein,
Doch düster und eng ist mein Kämmerlein,
Für mich wächst nichts auf dem grünen Feld,
Dem meine Hände den Acker bestellt!
Ach freilich konnt’ es nicht anders sein,
So seufzet das arme Mütterlein.

Was sieh’st Du, Kind, im Mondenschein?
Ich seh’ die grünen Hügelreih’n,
Die goldnen Aehren auf Berg und Thal,
Sie grüßen und laden die Alte zum Mahl!
Die Stirne in Händen sie mächtig sinnt,
Und Thräne auf Thräne zur Erde rinnt.

[Fanatismus und Geld.]

Auf der Kette wohlverschlung’ner Berge
Steh’n zwei Gnomen, stolz und mächtig groß,
Tausend Riesen knien vor jedem Zwerge,
Ihre Arme müßig bei dem eignen Loos;
Nur wenn jene Gnomen es gebieten,
Eilt die Arbeit, daß die Funken sprühten. —